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Deszendenz meint eine Art der Abstammung, über die sich Ego auf einen Ahn bezieht. Sie ist nicht in allen Gesellschaften relevant und entspricht nicht immer unserer biologistischen Vorstellung von Abstammung. Die Zugehörigkeit zu einer Deszendenzgruppe, also zu Menschen, die ihre Abstammung als Kriterium für eben jene Zugehörigkeit zu der Gruppe nehmen, kann auch durch gemeinsames Wirtschaften empfunden werden.

Deszendenz ist entscheidend für jurale Angelegenheiten wie dem Erbrecht und zeigt sich in der gesamten sozialen Ordnung. Sie muss aber nicht dominant in deren Konstitution sein. Deszendenz ist eher ein ideologisches Konzept, ein Modell der Wirklichkeit, als tatsächlich empirisch feststellbar. Das Grundmodul (Verwandtschaftsatom), also die kleinste analytische Einheit, die zur Identitätsbestimmung nach der Deszendenz nötig ist, besteht aus dem Vater, der Mutter und einem Nachkommen.

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