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Am Ende des Sozialisationsprozesses hat sich eine totalitäre Sinnwelt aufgebaut. Innerhalb dieser Sinnwelt ist kein Phänomen unerklärlich, der Glaube an die Sinnwelt kann nicht erschüttert werden. Kommt es zu unüblichen Verhaltensweisen oder zu problematischen Erfahrungen, so werden diese in die Sinnwelt einbezogen, sprich in Alltagserfahrung gedrängt und somit legitimiert. Letztendlich stellt auch die Wissenschaft nichts anderes als eine gigantische Legitimationsmaschine dar, wobei der Glaube an Wissenschaft ebenso totalitär ist wie beispielsweise der Glaube an Magie. Unerklärliche Phänomene müssen erklärbar sein und wenn dies nicht möglich ist, so wird die Abweichung von der Regel selbst zu einer Regel erklärt.

"Alltagswissen ist der Klebstoff, der meine Welt zusammenhält. Alles das, was man weiß, ist logisch mit all dem verbunden, was man auch weiß. Das Ergebnis sind totalitäre Sinnwelten in denen alles zu allem passt." (Jeanne Berrenberg)

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