Was ist ein Bestseller?
Bestseller sind Bücher, die über einen bestimmten Zeitraum in einem bestimmten Gebiet besser verkauft wurden, als andere Bücher.
Dies ist jedoch nicht auf absolute Verkaufszahlen bezogen, sondern immer in Relation gesehen. So ist es eher von den insgesamt verkauften Mengen aller Bücher abhängig, welches davon als Bestseller zählt.
Häufig werden Bestseller Woche für Woche ausgewählt, gegen Ende des Jahres dann die Jahresbestseller. Dies geschieht in den Kategorien: Hardcover, Taschenbuch, Belletristik und Sachbuch, wie auch in Kategorien wie Kinder- und Jugendliteratur, Kochbuch und Hörbuch.
Als Bestseller gelistet zu sein bedeutet hauptsächlich Sichtbarkeit für das jeweilige Buch - und somit auch steigende Verkaufszahlen.
Geschichte der Bestsellerlisten
Das Konzept stammt ursprünglich aus den USA und kamen 1927 nach Deutschland. DIe erste wurde in der Zeitschrift Die Literarische Welt gedruckt. Es stieß jedoch auf massve Poteste und setzte sich so erst nach dem Zweiten Weltkrieg als Säule des Buchhandels durch.
Die erste Spiegel-Bestsellerliste erschien m 05. September 1962 und blieb Branchenstandard.
Bedeutung der Bestsellerlisten
Insgesamt machen Bestseller nur einen kleinen Anteil des Buchmarktes aus. Und doch sind sie gerade für große Verläge wichtig, da die Aufmerksamkeit, die ein Bestseller auf sich zieht, sich auf das gesamte Sortiment auswirkt.
Auch werden Bestseller besonders sichtbar in Buchhandlungen präsentiert und der Bestseller-Sticker zieht das Auge der Kund*innen an. Sichtbare Bücher werden besser verkauft.
Auch dienen die ListeLeser*innen, Buchhandel und Kritier*innen als Orientierung was gerade gern gelesen, worüber gesprochen wird.
Kritik und "Gekaufte Bestseller"
Kritik an Bestsellerlisten ist vielschichtig. Zum einen ist ein offensichtlicher Kritikpunkt, dass Bücher, die sich bereits auf Bestsellerlisten befinden, durch ihre Sichtbarkeit auch häufiger verkauft werden, und so auch auf Bestsellerlisten bleiben.
Ein anderer Kritikpunkt ist, dass ein Platz auf der Bestsellerliste auch erkauft werden kann. Rezensionen, Influencer*innen, oder die eigene Erstauflage - all das kann käuflich erworben werden und Verkaufszahlen polstern.
Auch Verlage bieten Autor*innen Vermarktungspakete an, die je nach Wert, Bestsellerverkäufe suggerieren.
Aktuelle Entwicklungen
Die Verkäufe der Top 10 Bestseller sind in den letzten Jahren um 40% gestiegen. Dies liegt daran, dass mehrgezielt nach Autor*in oder Bestsellerliste gekauft wird.
Mit Ki können inzwischen Absatzchancen mit relatver Sicherheit errechnet werden, was Remissionen reduzieren könnte.
Trotzdem ist der Stellenwert des Bestsellers in der öffentlichen Meinung in den letzten Jahren etwas gesunken. Möglicherweise ist dies der schieren Masse an Bestsellern zuzuschreiben.