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  • Strukturfunktionalismus
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Annahmen

Der Strukturfunktionalismus untersucht soziale Institutionen in Hinblick auf ihren Nutzen für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Er geht davon aus, dass das Grundbedürfniss ihrer Mitglieder in der Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen Erhaltung liegt. Der Fokus der Betrachtung liegt in der Sozialstruktur. Soziale Institutionen fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Radcliffe-Brown betonte, dass Soziales nur durch Soziales erklärt werden kann und nicht durch Grundbedürfnisse. Normen und Regeln dienen dem Strukturerhalt und nicht des biologischen Lebens des Individuums. Gesetze schützen ergo nicht den Einzelnen, sondern den Fortbestand der Gesamtheit. 
Aber nicht jede Interaktion ist Struktur. Radcliffe-Brown unterscheidet zwischen Sozialsystem (System der direkt beobachtbaren Interaktionen von Personen und Gruppen; empirisch nachweisbar) und Sozialstruktur (Zusammenwirken von abstrakten Größen; Abstraktion des Sozialsystems; wird in formalen Sätzen ausgedrückt). Die Trennung ist unscharf.

Organ-Analogie: In einer Kultur sind die einzelnen Teile in einem Set von Beziehungen angeordnet wie die Organe in einem Körper.

Kritik

  • Der Strukturfunktionalismus zeichnet ein ideales Gleichgewicht. Er ist dabei blind für Konflikte. Alles dreht sich um den Strukturenerhalt. Man geht nicht davon aus, dass Kulturen "kaputtgehen" können.
  • ahistorisch
  • universalistischer Anspruch
  • interessiert sich nicht für Rolle des Individuums

Vertreter

  • A. Radcliffe-Brown
  • E. Evan Evans-Pritchard

Literaturverzeichnis

Heidemann, Frank 2011: Ethnologie. München: Vandenhoeck & Ruprecht.


 

 

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